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Interview mit Fred Alpi

[ Mehr zu Fred Alpi erfährst du in diesem Beitrag ]
 
? Deine Texte erzählen  immer noch von Liebe und Anarchie. Oft scheint  aber leider eine gewisse Hoffnungslosigkeit durch. Ist es ein weiter Weg zur Freiheit?

! Die Liebe und die Anarchie sind für mein Leben zwei Dinge von grundlegender Bedeutung. Deshalb spreche ich so viel von ihnen, ob es nun um die Fragen geht, die sie hervorrufen oder um die Freude, die Schmerzen und die Zweifel, die mit beiden verbunden sind. Ich bin nicht entmutigt, ganz im Gegenteil, aber es stimmt schon, dass ich öfter über die Dinge spreche, die in meinem Leben oder in dem derjenigen, die ich um mich herum sehe, misslungen sind, als über dasjenige, was gut läuft. Für einen Optimisten wie mich genügt das Glück sich selbst und das Leid ist ein Stoff, den man verwandeln muss, auf dass es sich nicht wiederholt. Zur Freiheit ist es in der Tat ein langer Weg, sowohl zur persönlichen als auch zur kollektiven, und die beginnt schon bei zweien. Aber dieser Weg macht mich froh, trotz gelegentlicher Zeiten des Zweifels.

? Du bist ein Aktivist der revolutionär-syndikalistischen CNT, aber du stehst auch anderen libertären Organisationen sehr nah. Man könnte dich fast als so etwas bezeichnen wie einen »Genossen aller anarchistischen Wege«. Was denkst du über die anarchistische und anarcho-syndikalistische Bewegung in Frankreich, nachdem du schon in Schweden, Belgien und der BRD gelebt hast?

! In Frankreich habe ich von verschiedenen Organisationen eine Menge gelernt. Was die Theorie angeht, viel von der »Fédération Anarchiste« und von der CNT noch mehr, was das Praktische angeht. Diese beiden Pole halte ich für unverzichtbar und beide müssen libertär sein. Ich finde es schade, dass sie hier in Frankreich weniger zusammenkommen als in anderen Ländern. Man findet beides auch bei RASH/Barricata (Libertäre Skinhead-Szene, in Frankreich sehr populär - d.Red.), aber da ist es sehr mit einer bestimmten Musik-Subkultur verbunden und erreicht dadurch leider nicht eine größere Öffentlichkeit. Es ist aber trotzdem manchmal ein intellektuelles und in den Aktionen sehr konkretes Abenteuer, bei dem die Ziele und die zu ihrer Erreichung eingesetzten Mittel wahrhaft in Übereinstimmung sind.           


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Aus den Kommentaren...

Verbrecher schrieb am 11.01.2014 zu
Leiharbeit abschaffen!:

Dennoch ist der Kampf gegen die Arbeit oder wenn es intelligenter wird, der Kampf gegen die Lohnarbeit ein Allgemeinplatz und Allgemeinplätze ...