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Léo Ferré - Les Anarchistes

(Übertragung ins Deutsche von Michael Halfbrodt)

Es kommt nicht einer auf hundert und doch gibt es sie
Die meisten sind Spanier, schwer zu sagen, warum
Vermutlich versteht man sie in Spanien nicht
Die Anarchisten

Sie haben alles eingesteckt
Prügel und Pflastersteine
Sie haben so laut geschrien
Dass sie’s noch lauter können
Sie haben das Herz vorneweg
Und die Träume auf dem rechten Fleck
Und die Seele ganz aufgezehrt
Von den verflixten Ideen
Es kommt nicht einer auf hundert und doch gibt es sie
Die meisten sind Söhne von nichts oder so wenig
Dass man sie erst bemerkt wenn man Angst vor ihnen hat
Die Anarchisten

Sie sind hundertzehn Mal gestorben
Für nichts und wofür?
Mit Liebe in der Faust
Haben sie auf den Tisch gehaun
Oder ins Leere, mit der Sturheit
Die für Blutvergießen sorgt
Und zwar so hart
Dass sie’s noch härter können
Es kommt nicht einer auf hundert und doch gibt es sie
Und wenn man mit Arschtritten anfangen muss
Sollte man nicht vergessen dass sie auf die Straße gehen
Die Anarchisten

Sie haben eine schwarze Fahne
Hoffnung, auf Halbmast gesetzt
Und die Melancholie
Um sich durchs Leben zu schleppen
Messer, um das Brot
Der Freundschaft zu schneiden
Und verrostete Flinten
Um die Erinnerung wachzuhalten
Dass sie nicht einer auf hundert sind und dennoch existieren
Dass sie sich gut behaupten, Arm in Arm,
Fröhlich, deshalb stehn sie immer noch aufrecht
Die Anarchisten…



(Französisches Original von Léo Ferré)

Y’en a pas un sur cent et pourtant ils existent
La plupart Espagnols allez savoir pourquoi
Faut croire qu’en Espagne on ne les comprend pas
Les anarchistes

Ils ont tout ramassé
Des beignes et des pavés
Ils ont gueulé si fort
Qu’ils peuv’nt gueuler encore
Ils ont le cœur devant
Et leurs rêves au mitan
Et puis l’âme toute rongée
Par des foutues idées
Y’en a pas un sur cent et pourtant ils existent
La plupart fils de rien ou bien fils de si peu
Qu’on ne les voit jamais que lorsqu’on a peur d’eux
Les anarchistes

Ils sont morts cent dix fois
Pour que dalle et pour quoi?
Avec l’amour au poing
Sur la table ou sur rien
Avec l’air entêté
Qui fait le sang versé
Ils ont frappé si fort
Qu’ils peuvent frapper encor
Y’en a pas un sur cent et pourtant ils existent
Et s’il faut commencer par les coups d’pied au cul
Faudrait pas oublier qu’ça descend dans la rue
Les anarchistes

Ils ont un drapeau noir
En berne sur l’Espoir
Et la mélancolie
Pour traîner dans la vie
Des couteaux pour trancher
Le pain de l’Amitié
Et des armes rouillées
Pour ne pas oublier
Qu’y’en a pas un sur cent et pourtant ils existent
Et qu’ils se tiennent bien le bras dessus bras dessous
Joyeux, et c’est pour ça qu’ils sont toujours debout
Les anarchistes…




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Jedermann sein eigener Fußball schrieb am 14.10.2014 zu
Die sozialen Werte des Fußballsports:

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