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Jugendzeitung für eine herrschaftslose und gewaltfreie Gesellschaft

utopia

Interview mit Lena Zirkel, Autorin der Zeitung

? Du bist seit Anfang 2008 bei der utopia. Wie bist du auf die Zeitung gestoßen?

! Ich habe die utopia in einem Infoladen in Münster gefunden, gelesen und gemocht. Weil mir Schreiben viel Spaß bringt und ich mich für politische Themen interessiere, habe ich dann einfach mal einen Artikel von mir über  Zwangsdienste und Kriegsdienstverweigerung an die utopia geschickt. Die HerausgeberInnen haben ihn gleich abgedruckt und mich zu ihrem nächsten Redaktionstreffen eingeladen. Und seitdem war ich dabei!

? Wie viele Leute machen bei dem Projekt mit?

! Im HerausgeberInnenkreis sind wir aktuell etwa zwölf Leute. Es schicken uns aber auch immer mal wieder Menschen ihre Artikel, die wir dann entweder in der Printausgabe oder online auf www.jugendzeitung.net veröffentlichen. Außerdem liegt die utopia der Monatszeitung »graswurzelrevolution« bei, von deren HerausgeberInnen wir auch Unterstützung bekommen.

? Wer kann bei euch schreiben?

! Schreiben kann jede und jeder die oder der Lust dazu hat –
wir freuen uns immer über Artikel. Die utopia bezeichnet sich aber als Jugendzeitung, die Artikel sind von Jugendlichen für Jugendliche geschrieben. Daher sollten die Autorinnen und Autoren eher jünger sein – eine feste Altersgrenze gibt es aber nicht.

? Und worum geht es in den Beiträgen?

! Unser Themengebiet ist ziemlich weit: Von Antifaschismus und Antimilitarismus über Tierrechte, Hausbesetzung, Kapitalismuskritik, Umweltschutz und Feminismus bis hin zu politischem Theorie-Input war schon alles dabei. Und es kann gern erweitert werden!

? Auf dem Titelblatt steht »herrschaftslos, gewaltfrei«. Was bedeutet das für den Inhalt eurer Zeitung?

! Das utopia-Team strebt eine herrschaftslose und gewaltfreie Gesellschaft an. In den Zeitungsartikeln dürfen Herrschaftsverhältnisse, die sich beispielsweise in Sexismus oder Rassismus äußern, nicht unkritisch behandelt oder gar befürwortet werden – das wäre antiemanzipatorisch. Außerdem dürfen die Texte keinesfalls gewaltverherrlichend sein. Das steht auch nochmal auf unserem »Merkzettel für AutorInnen« im Internet.

? Wie sieht denn eure Arbeit konkret aus – wie organisiert ihr euch und wie entsteht die Zeitung?

! Utopia erscheint alle zwei Monate. In etwa diesem Abstand haben wir auch unsere Redaktionstreffen, die jedes Mal an einem anderen Ort stattfinden, da die Redaktionsmitglieder aus verschiedenen Regionen kommen. Auf diesen Treffen planen wir dann die kommende Ausgabe, setzen einen Schwerpunkt, überlegen, wer zu welchem Thema gerne was schreiben möchte und klären auch andere Dinge wie Finanzen oder Vertrieb der Zeitung. Ansonsten läuft unsere Kommunikation größtenteils über e-Mails.

? Die utopia ist ja kostenlos.

! Richtig. Aber sie ist nicht umsonst! (lacht)

? Wo kann ich sie denn bekommen?

! Da gibt es mehrere Möglichkeiten: Zum einen auf Demos, in Infoläden, an Schulen und Universitäten, wo viele nette Menschen die Zeitung verteilen oder zum Mitnehmen auslegen. Oder du bestellst ein Abo auf www.jugendzeitung.net. Das ist allerdings nur ab einer Anzahl von fünf Stück möglich, da wir darauf angewiesen sind, dass die utopia von ihren Leserinnen und Lesern verteilt und bekannt gemacht wird.  Oder du lädst dir die Zeitung als gelayoutete Datei von unserer Website herunter. Dort findet sich auch unser online-Magazin, in dem noch mehr Artikel gelesen werden können.

? Wie kann ich euch unterstützen und bei euch mitmachen?

! Super sind möglichst viele Leute, die die utopia verteilen und bekannter machen. Wer Geld hat, kann natürlich auch welches spenden – damit können wir dann Druck und Vertrieb bezahlen. Am besten ist es natürlich, wenn du Lust hast, selbst aktiv zu werden. Wer eine Idee für einen Beitrag hat, schickt uns am besten eine Email. Dann schauen wir, was sich daraus machen lässt – und wenn du Lust hast, kannst du gern zum Treffen der Redaktion kommen und weitere Aufgaben übernehmen und mehr Artikel schreiben!

Nachtrag der Redaktion

Leider ist 2011 die bislang letzte Ausgabe der utopia erschienen. Alte Ausgaben und Informationen über das Projekt findet ihr auf der Website der utopia.


Kommentare

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Aus den Kommentaren...

Cortex schrieb am 07.01.2014 zu
Mechanismen psychosozialer Dekonstruktion im neoliberalen Kapitalismus:

Schön, dass ihr euch auch Themen widmet, die von vielen Linken oft links liegengelassen werden. Dass dies in der Kürze nur ...