Syndikal LogoTaschenkalender für das Ende der Lohnarbeit

Das Jahr

ist mehr als

249 Arbeitstage!*

In unserem Archiv findest du die Beiträge
aller bisherigen Jahrgänge
des Taschenkalenders »SyndiKal«

 
Übersicht über Gesetze und Regelungen, die dich als Lohnarbeiterin betreffen

Arbeitsrechtsgymnastik | nicht schon wieder!

Leider doch, wir meinen, nur wer seine Rechte kennt, kann diese auch durchsetzen. Das muß nicht immer gleich vor Gericht sein, oft hilft es schon, bei der Verhandlung des Arbeitsvertrages zu wissen, was man eigentlich will und wo diese Rechte geschrieben stehen. Daher haben wir die wichtigsten Gesetzesgrundlagen hier kurz zusammengefaßt:

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Das Gleichbehandlungsgesetz beruht auf mehreren EU-Antidiskriminierungsrichtlinien und soll Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität verhindern oder beseitigen.

Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG)

Gesetz zur Regelung der gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung. Hier findet ihr alle Sonderregelungen die für euch als LeiharbeiterIn gelten.

Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG)

Das Gesetz regelt die Durchführung von Arbeitsschutzmaßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit.

Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG)

Hier findet ihr die Regelungen zu Betriebsärzten, Sicherheitsingenieuren und anderen Fachkräften für Arbeitssicherheit.

Arbeitszeitgesetz (ArbZG)

Regelt die maximale Länge und Verteilung der täglich zugelassenen Arbeitszeit sowie der Pausen. Danach beträgt die reguläre tägliche Arbeitszeit 8 Stunden und darf nur in Ausnahmen bis maximal 10 Stunden ausgeweitet werden. Bei einer Arbeitszeit von 6-9 Stunden stehten euch 30 Minuten Pause zu sowie eine Ruhezeit von 11 Stunden bis zum nächsten Arbeitsbeginn. An Sonn- und Feiertagen darf nur in Ausnahmefällen gearbeitet werden.

Berufsbildungsgesetz (BBiG)

Zugegeben, eine dröge Materie. Wir empfehlen jedoch, es zu lesen. Es regelt nämlich nicht nur eure Pflichten, sondern auch eure Rechte und die Pflichten eures Ausbildungsbetriebes.

Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG)

Alles Wissenswerte rund um den Betriebsrat und die Mitbestimmung des Betriebsrats. Wir empfehlen jedoch die Selbstorganisation.

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)

Enthält einige wenige Regelungen zum Vertragsrecht aus denen sich arbeitsrechtliche Fragen ableiten lassen. In §622 findet ihr die gesetzlichen Kündigungsfristen.

Bundesurlaubsgesetz (BUrlG)

auch Mindesturlaubsgesetz ge-nannt. Danach stehen euch im Jahr mindestens 24 Arbeitstage (vier Wochen) zu. Als Arbeitstage gelten alle Tage die nicht Sonn- oder Feiertag sind. Seid ihr kein ganzes Jahr beschäftigt, steht euch ein Teilurlaub zu. Bei einer befristeten Stelle von drei Monaten 3/12 von 24 Tagen, also 6 Tage.

Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG)

Danach steht euch auch an Feiertagen und bei Krankheit die Zahlung eures Gehaltes zu, es gilt natürlich ein paar Ausnahmen und Regeln zu beachten.

Jugendarbeitsschutzgesetz (JarbSchG)

Gilt für euch solange ihr noch keine 18 Jahre alt seid. Es beschränkt z.B. eure tägliche Arbeitszeit auf maximal 8 Stunden.

Kündigungsschutzgesetz (KSchG) und (BGB § 622)

Regeln die Bedingungen und Fristen, unter denen ihr gekündigt werden könnt. Die reguläre Kündigungsfrist beträgt 4 Wochen zum 15. eines Monats oder zum Monatsende. In der Probezeit beträgt die Kündigungsfrist 2 Wochen.

Mutterschutzgesetz (MuschG)

Schwangere genießen einen besonderen Schutz. Eine Kündigung ist bis vier Monate nach der Entbindung ausgeschlossen. Der Betrieb muss besondere Vorkehrungen zum Gesundheitsschutz treffen.

Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG)

Regelt Teilzeitarbeit und Befristung in einem Gesetz.

Tarifverträge

werden zwischen den Gewerkschaften und den Arbeitgeberverbänden einer Branche abgeschlossen, sie regeln u.a. Arbeitszeiten und Vergütungen einer Branche.

Haustarifverträge

werden zwischen einer im Betrieb vertretenen Gewerkschaft und der Geschäftsleitung abgeschlossen. Regeln u.a. die Vergütung im Betrieb.

Betriebsvereinbarungen

werden zwischen dem Betriebsrat und der Geschäftsleitung geschlossen. Oft in Ergänzung zu einem Haus-tarifvertrag. Sie regeln Arbeitszeiten, Urlaubsanspruch u.ä.

Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen erhaltet ihr bei den Gewerkschaften, dem Betriebsrat, in der Personalabteilung oder bei eurem Chef. Alle Gesetze findet ihr in der jeweils aktuelle Fassung hier.


Kommentare

Zu diesem Beitrag hat noch niemand einen Kommentar verfasst...

Kommentar schreiben

Aus den Kommentaren...

Verbrecher schrieb am 10.02.2014 zu
Essensvernichtung:

Ob nun einen Balken oder Splitter...ich hab' was im Auge, ich weiß. @Mark Z. Mein Wunsch wurde offensichtlich nicht erfüllt. Aber das ...